In Röhlingen herrscht die Besonderheit, dass die Blitzer durchaus prominent an der Straße aufgebaut wurden. Aufgrund der Vielzahl an Verkehrsschildern und insbesondere aus Fahrtrichtung Ellwangen steht die Messanlage nah am Ortsschild. Nachdem Sie auf der Landstraße noch 100 km/h fahren durften, müssen Sie sehr stark auf 50 bzw. 30 km/h abbremsen. Dies misslingt leider häufig und die Bußgelder sind dementsprechend hoch. Fahrverbote drohen. Zudem sind die Straßen sehr breit und gerade, sodass man schnell das Gefühl für die Geschwindigkeit verliert.

Quelle: Schwäbische Post (Link)https://www.schwaebische.de/regional/ostalb/ellwangen-roehlingen/650-000-euro-seit-januar-ein-blitzer-in-roehlingen-loest-besonders-oft-aus-1668013
Die Blitzer in Röhlingen sind laut einem Zeitungsbericht der Schwäbischen Post äußerst lukrativ.
Die Ortsdurchfahrt durch Röhlingen kann schnell zu unangenehmer Post führen: Bußgeldbescheid, Punkte in Flensburg oder im schlimmsten Fall ein Fahrverbot. Viele Betroffene zahlen vorschnell – obwohl sich eine rechtliche Prüfung durchaus lohnen kann. Gerade bei Messungen im Straßenverkehr sind Fehler nicht ausgeschlossen.
Blitzer Röhlingen: Jetzt Einspruch einlegen!
Nach Zugang des Bußgeldbescheids sollten Sie zunächst Ruhe bewahren. Entscheidend ist das Zustelldatum, denn ab diesem Zeitpunkt läuft eine zweiwöchige Einspruchsfrist. Innerhalb dieser Frist muss der Einspruch bei der zuständigen Bußgeldbehörde eingehen. Eine ausführliche Begründung ist dafür zunächst nicht erforderlich. Ein kurzer, fristwahrender Einspruch genügt.
Anschließend sollte der Bescheid sorgfältig geprüft werden: Stimmen Ihr Name, das Kennzeichen, Tatort, Tatzeit und der vorgeworfene Verstoß? Wurde das Fahrzeug tatsächlich von Ihnen gefahren? Anders als bei einem Parkverstoß haftet im Bußgeldverfahren grundsätzlich der Fahrer – nicht automatisch der Halter.
Besondere Bedeutung hat die Messung selbst. Ob stationärer Blitzer, mobile Geschwindigkeitsmessung oder eine Kontrolle durch Nachfahren: Messgeräte müssen korrekt geeicht, aufgebaut und bedient werden. Auch die Messunterlagen, das Messfoto sowie mögliche Toleranzabzüge können für die Bewertung entscheidend sein. Ein Fachanwalt für Verkehrsrecht kann Akteneinsicht beantragen und die vollständige Messakte auf mögliche Fehler prüfen lassen.
Relevant wird dies insbesondere, wenn mehr als nur ein geringes Verwarnungsgeld droht. Bei höheren Geschwindigkeitsüberschreitungen können Punkte, ein empfindliches Bußgeld oder ein Fahrverbot die Folge sein. Für Berufskraftfahrer, Pendler und Selbstständige kann der Verlust der Fahrerlaubnis erhebliche berufliche Auswirkungen haben. Unter Umständen kommt deshalb auch ein Absehen vom Fahrverbot gegen eine erhöhte Geldbuße oder die Prüfung besonderer persönlicher Härten in Betracht.
Wichtig: Ignorieren Sie den Bescheid nicht und verlassen Sie sich nicht darauf, dass die Angelegenheit „schon erledigt“ sein wird. Nach Ablauf der Einspruchsfrist wird der Bußgeldbescheid rechtskräftig. Dann sind die Möglichkeiten, sich gegen Punkte, Bußgeld oder Fahrverbot zu wehren, deutlich eingeschränkt.
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